(Baldo) Vierter Platz im Qualifying, dritter Platz im ersten Rennen, zweiter Platz im zweiten Rennen und überlegener Sieg im 19-Runden-Finale: Mit einem perfekten Steigerungslauf hat Jasin Ferati die vierte von sieben Veranstaltungen der Schweizer Kartmeisterschaft für sich entschieden. Der Winterthur holte im französischen Mirecourt den Tagessieg bei den Junioren mit 3,48 Sekunden Vorsprung auf Titelverteidiger Savio Moccia.

Alles ist nach Plan gelaufen, im Final konnte ich schon in der ersten Runde Miklas Born die Führung anluchsen und in der Folge kontinuierlich ausbauen“, freute sich der Spirit-Fahrer. Obwohl er die drei ersten Rennen nicht bestreiten konnte, hat sich Ferati in der Meisterschaft hinter dem bisher dominanten, diesmal aber nicht auf Touren kommenden Mike Müller sowie Moccia auf Platz 3 vorgekämpft. „Nach der dreiwöchigen Kart-Pause hatte ich einige Schwierigkeiten, wieder in Schwung zu kommen. Dann ist es aber immer besser gelaufen. Ab dem Zeittraining war ich ganz vorne dabei und im Finale konnte ich mich überraschend schnell absetzen“, wunderte sich der Winterthurer, der auch die drei Zusatzpunkte für die schnellste Rennrunde eroberte.

Sein konstant schneller Rhythmus mit neun Bestzeiten waren der eine Grund dafür. Dass sich Moccia und der stark verbesserte Danny Buntschu hinter ihm fast während des ganzen Rennens um Platz 2 duellierten, der andere. Erst als er sich des Sieges sicher fühlen durfte, erlaubte er sich einen Fehler. „Angesichts der Zielflagge habe ich in der letzten Kurve zu spät gebremst und bin mit allen Rädern ins Gras gerutscht“, gestand er. „Es ist aber alles gut gegangen, obwohl mir das Herz fast in die Hose gefallen ist.“

Zeit, um den Triumph auf nationaler Ebene zu geniessen, bleibt nicht viel. Schon in dieser Woche geht es wieder nach Frankreich und zwar an einen Ort mit grosser Motorsport-Tradition. In Le Mans gilt es als nächste Herausforderung in der CIK-FIA-Academy, die zehnte Position auf dem internationalen Parkett zu verbessern oder zu bestätigen. Eingeschrieben sind 51 Teilnehmer aus 40 Ländern und nur 34 können sich für den Final vom Sonntag qualifizieren.

Live-Timing auf www.cikfia.com Qualifying-Heats am Samstag, 1. Juli, ab 10.35 und 15.00 sowie am Sonntag ab 09.55 Uhr. Final über 19 Runden am Sonntag, 2. Juli, um 13.30 Uhr.

Live-TV aller Kategorien am Sonntag, 2. Juli, ab 09.55 Uhr auf www.cikfia.com

Meisterschafts-Zwischenstände

autobau SKM: Zwischenklassement X30-Junioren nach 12 von 21 Rennen: 1. Mike Müller 250 Punkte. 2. Savio Moccia 219. 3. Jasin Ferati 190 (nur 9 Rennen bestritten). 4. Miklas Born 176. 5. Samir Ben 145. 6. Antonio Lagrotteria 125. 7. Timo Moser 105. 8. Alessio Fagone 100. 9. Danny Buntschu 92. – 16 Fahrer klassiert.

CIK-FIA Academy: Zwischenklassement nach der ersten von drei Veranstaltungen: 1. Mike van Vugt (Ho) 35 Punkte. 2. Tijmen van der Helm (Ho) 25. 3. Xavier Handsaeme (Be) 25. 4. Joseph Taylor (Gb) 23. 5. Kobe Pauwels (Be) 17. 6. Jamie Day (VAE) 14. 7. Suleiman Zanfari (Mar) 12. 8. Sami Meguetounif (Fr) 9. 9. Dylan Leger (Fr) 7. 10. Jasin Ferati (Sz) 7. 11. Joseph Daniele (USA) 6. 12. Jiel Okuzumi (Jap) 6. – 49 Fahrer klassiert.

Rotaxmax Euro Championship: Zwischenklasement nach 4 von 8 Rennen: 1. Tijmen van der Helm (Ho) 175 Punkte. 2. Mike van Vugt (Ho) 172. 3. Kobe Pauwels (Be) 152. 4. Luca Leistra (Be) 148. 5. Jamie Day (VAE) 147. 6. Esteban Masson (Fr) 146. 7. Pepiijn Kraaijeveld (Ho) 143. 8. Rick Bouthoorn (Ho) 132. 9. Silvester Aleksejevas (Po) 129. 10. Ugo Gazil (Fr) 127. 11. Jasin Ferati 116. – 32 Fahrer klassiert.

Nächste Rennen: 30. Juni – 2. Juli: CIK-FIA Academy in Le Mans (Fr); 15./16. Juli: SKM in Busca (It); 20. – 23. Juli: CIK-FIA im Powerpark Alahärma (Fi); 26. – 30. Juli: Rotaxmax Eurochallenge in Wackersdorf (De).